Jugend forscht

Neugierde ist Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Forschers. Ein Forscher muss Beobachtungen aus der Umwelt hinterfragen, sich mit ihnen auseinandersetzen, um so neue Erkenntnisse zu gewinnen. Solchen Forscherdrang zu fördern, hat sich der bundesweite Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ zum Ziel gesetzt. Zwischen sieben Fachgebieten können die Teilnehmer des Wettbewerbs, der in zwei Alterssparten auf drei Wettbewerbsebenen durchgeführt wird, wählen. Für fast jedes Forschungsthema findet sich in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik die geeignete Disziplin. Gleiche Chancen für alle Teilnehmer sind durch die Aufteilung auf die beiden Sparten – Schüler experimentieren für alle bis 14 Jahre und Jugend forscht für junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren – gewährleistet.

Nach Festlegung des Themas und der Zuordnung zu einer der Disziplinen setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Forschungsarbeit selbständig mit ihrer Fragestellung auseinander. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten zu planen, Verantwortung zu übernehmen und arbeitsteilig ein gemeinsam gesetztes Ziel zu erreichen.

Die Forschungsergebnisse werden anschließend in einer schriftlichen Arbeit dargestellt. Danach stellen sich die Jungforscher auf den Regionalwettbewerben der Befragung durch eine Fachjury aus Experten aus Wissenschaft, Industrie und Schule, denen sie im Rahmen eines Vortrags ihre Arbeit präsentieren. Außerdem erläutern sie ihre Ergebnisse auch interessierten Besuchern, Eltern oder Vertretern der regionalen Presse, die sich an diesem Tag über die Projekte der Schüler informieren.

Diejenigen Arbeiten, die in den Regionalentscheiden mit dem ersten Preis ausgezeichnet werden, nehmen am Landeswettbewerb in Ingelheim (Schüler experimentieren) oder Ludwigshafen (Jugend forscht) teil, wo die jungen Naturwissenschaftler den Landessieg erringen können. Die Jugend-forscht-Arbeiten, die dort den ersten Preis erhalten, vertreten schließlich Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb als höchste Stufe des Wettbewerbs.

Auch wenn das Interesse am eigenen Forschungsgegenstand, das Trainieren naturwissenschaftlichen Denkens und der Erwerb von Fachwissen für die Jungforscher im Vordergrund stehen, so ist die Freude doch immer besonders groß, wenn die eigene Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wird, wird so doch die Arbeit mehrerer Wochen honoriert. Jenseits einer Auszeichnung ist die Teilnahme am Wettbewerb für die Jugendlichen aber immer auch ein persönlicher Gewinn. Neben der Förderung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen ist für viele Teilnehmer das soziale Erleben bei Jugend forscht von ganz entscheidender Bedeutung. Hier treffen Gleichgesinnte zusammen und werden intensive Diskussionen geführt. Eine besondere Erfahrung bedeutet auch die fachliche Auseinandersetzung im Gespräch mit den Juroren. Die Jugendlichen erfahren, dass ihr fundiertes Wissen selbst Experten herausfordert. Auf gleicher Augenhöhe werden so wissenschaftliche Fragestellungen diskutiert und mögliche Lösungsansätze erörtert. Das stärkt das Vertrauen in die eigene Leistung und erhöht das Selbstwertgefühl.

Auch unsere Schule beteiligt sich seit 1975 jährlich an „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ und das immer mit großem Erfolg. In den letzten Jahren gingen besonders aus Facharbeiten in der Sekundarstufe II erfolgreiche Wettbewerbsarbeiten hervor.


Nähere Informationen bei Frau Weimar.