Erasmus plus an unserer Schule

Bereits im Herbst 2019 ergab sich der Kontakt mit einem französischen collège im lothringischen Toul (Département Meurthe-et-Moselle). Diese Schule lud uns in der Folge dazu ein, an einem länderübergreifenden Projekt teilzunehmen, das über das EU-Programm Erasmus plus (früher: Comenius) gefördert wird. In unserem Fall wollen Schulen aus fünf verschiedenen Ländern zusammenarbeiten: Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Portugal, wobei Frankreich die organisatorische Führung innehat. Das Projekt selbst heißt: „Ma ville – de son passé riche à son futur meilleur“ oder auf Englisch „My city, from the past to the future: for a better life” und steht auf zwei thematischen Pfeilern: der Pflege des jeweiligen kulturellen Erbes in den fünf Ländern sowie dem Erhalt einer intakten und lebenswerten Umwelt, was unter fünf verschiedenen Blickwinkeln geschehen wird: Energiequellen, Stadt und ländlicher Raum, Wasser, Verkehr und (sanfter) Tourismus.

Der Begriff Stadt wird dabei recht weit gefasst: Einzige Großstadt unter den Teilnehmern ist Krakau in Polen. Toul und La Zubia in Andalusien liegen unter 20 000 Einwohnern, Carregal do Sal in Portugal ist etwa so groß wie Bernkastel-Kues.

Natürlich sind auch Aufenthalte in den anderen Ländern und echte Schülerbegegnungen vorgesehen. Dabei entsendet jedes Land eine kleine ‚Delegation‘, begleitet von zwei Lehrpersonen, so dass dann vor Ort jeweils alle Länder vertreten sind, sich jedoch insgesamt keine allzu große Gruppe ergibt, was das gegenseitige Kennenlernen sicher enorm beflügeln wird. Aus organisatorischen Gründen nimmt an diesem Projekt derzeit nur die Klasse 10e teil. Die Beherbergung der Gäste erfolgt wie bei einem normalen Schüleraustausch.

Im ersten Jahr haben coronabedingt noch gar keine Begegnungen vor Ort stattgefunden. Über die Onlineplattform „e-Twinning“ konnte dennoch ein erster Kontakt geschaffen werden, sei es durch ein französisches Quiz zum Thema „Energiequellen“ oder einen spanischen Wettbewerb, der am Internationalen Tag des Wassers über die Plattform „Kahoot“ stattgefunden hat. Auf Initiative der Spanier wurde auch in allen Ländern eine kleine Wetterstation eingerichtet, mit der die unterschiedlichen Wetterdaten abgeglichen werden können.

Als nächstes steht eine Umfrage zum Thema „Stadt und Land“ auf dem Programm, die wir von deutscher Seite organisiert haben. Ende November bis Anfang Dezember soll dann endlich die erste Begegnung vor Ort im französischen Toul stattfinden.